Im Folgenden ein Beispiel aus meinen eigenen Erfahrungen, damit Sie eine ungefähre Vorstellung von dem haben, was Sie erwarten könnte.In Absprache mit einem ambulanten Pflegedienst und werde ich einen geselligen Abend mit der 94jährigen Frau Fischer verbringen.
Ich besuche Sie in ihrer Altbauwohnung in Hannover. In der Wohnung, die Frau Fischer kaum noch verlässt, „weil sie nicht mehr so gut auf den Beinen ist“- wie sie selbst sagt, lebt sie seit über 50 Jahren. Sie ist in ihrer Mobilität so eingeschränkt, dass sie nur mit viel Mühe kurze Wege innerhalb ihrer Wohnung bewältigen kann. Seit einigen Jahren verbringt Frau Fischer die meiste Zeit des Tages auf sich alleine gestellt.
Ihr Mann ist vor 10 Jahren verstorben, sie hat keine Geschwister und keine Kinder. Andere Verwandte, Bekannte oder Freunde existieren in ihrem Leben nicht mehr. Sie sind entweder verstorben oder für Frau Fischer auf Grund ihrer eingeschränkten Mobilität unerreichbar. Sie bekommt sehr selten Besuch. Ihre Rente ist schmal, reicht gerade für die Miete und das Essen.
Nachdem ich mich vorgestellt habe, geht es auch gleich los. Ich singe und spiele Schlager der 70er Jahre. Die Texte kennt Frau Fischer fast alle auswendig und es dauert nicht lange, bis sie mitsingt. Die Lieder sind mit Erinnerungen verbunden, die wir teilen können, weil wir die Erinnerungen an die 70er Jahre aus unterschiedlichen Perspektiven teilen können. Wir erzählen uns gegenseitig Geschichten aus dieser Zeit, an die wir uns erinnern.
Der Nachmittag vergeht wie im Flug und mein Besuch neigt sich dem Ende zu. Wir haben viel gesungen, geklönt und gelacht. Als ich gehen möchte, ergreift Frau Fischer völlig unerwartet meine Hände und drückt sie sanft. Ihre Augen leuchten:
„Danke für diesen wunderbaren Nachmittag und die Freude die Sie mir damit bereitet haben. So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr.“ sagt sie.
Als ich mich von ihr verabschiede, fühle ich mich einfach nur gut und beschließe, auch anderen einsamen Menschen solche Momente zu schenken.